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Stochastische Resonanz Therapie SRT

Wie funktioniert die Stochastische Resonanz-Therapie?

Die SRT baut auf einer der wichtigsten Funktionen des menschlichen Nervensystems auf: Durch zahlreiche Rezeptoren (Sensoren) in der Muskulatur, den Sehnen, der Haut, den Gelenken usw. ist der Mensch in der Lage festzustellen, in welcher Position sich sein Körper oder einzelne Teile seines Körpers befinden, d.h., ob er z. B. steht oder sitzt, oder ob und wie er sich bewegt. Melden die Rezeptoren immer das Gleiche, beispielsweise wenn sich der Körper gar nicht oder nur gleichförmig bewegt, werden diese Meldungen für das Gehirn uninteressant.
Werden allerdings ständig wechselnde, neue Meldungen erzeugt, wird das Gehirn aktiviert. Gleichzeitig wird es trainiert, diese neuen Informationen schnellstmöglich zu verarbeiten. Je besser dies funktioniert, desto besser kann auch die Muskulatur durch das Gehirn gesteuert werden.

Wenn man sich zu wenig bewegt und kein Muskeltraining macht, bildet sich die Muskulatur zurück. Ähnliches passiert das auch im Nervensystem. Werden Nervenzellen nicht andauernd aktiviert, nimmt der Informationsfluss ab. Mit der Stochastischen Resonanz Therapie kann man dem entgegen wirken.

Was passiert während einer Stochastischen Resonanz-Therapie?

Die Stochastische Resonanz-Therapie wird mit einem speziell entwickelten Gerät durchgeführt auf dessen beiden Trittplatten der Patient oder die Patientin steht.
Diese beiden Trittplatten bewegen sich unabhängig voneinander dreidimensional und führen zu einer ständigen Destabilisierung des Gleichgewichts. Um eine schnellere Wahrnehmung des Signals zu erreichen, wird die Grundfrequenz von zufälligen (stochastischen) Störfaktoren unterbrochen.
Eine übliche Trainingseinheit dauert lediglich fünfmal eine Minute. Mit diesen kurzen Zeitspannen wird vermieden, dass es zu Ermüdungsreaktionen im Nervensystem kommt.
Das Stochastische Signal liegt oberhalb der neuronalen Reizschwelle. Somit wird ein Gewöhnungseffekt verhindert und „Resonanzkatastrophen“ werden vermieden.

Wie wirkt die Stochastische Resonanz-Therapie?

Die Vibrationsreize bewirken im Körper kurzfristig relativ starke muskuläre und neuronale Aktivitäten. Es kommt zu einem besseren Gleichgewicht und einer verbesserten Gehfähigkeit durch die erhöhte Koordinationsfähigkeit. Die Basis dafür bilden längerfristige Anpassungen, nämlich Umbauprozesse im Nervensystem, die durch den stochastischen Resonanzreiz ausgelöst werden.

In der Folge kommt es zu:

  • Verbesserung des motorische Lernens durch Optimierung der Informationsselektion im Gehirn und Freisetzung von Neurotransmittern (z.B. Dopamin)
  • Verbesserung der Funktionsweise und des Wachstum neuronaler Zellverbände und Schutz der Nervenzellen
  • Verbesserung der Aktivierung von Hirnarealen
  • Verbesserung der Gehfähigkeit und der Gleichgewichtsregulation durch optimierte Wahrnehmung und Reflexsteuerung
  • Verbesserung des Knochenstoffwechsel und Erhöhung der Knochenfestigkeit

Folgende Diagnosen finden in der Stochastischen Resonanztherapie ein Trainingsprogramm:

Orthopädie

  • Osteoporose
  • Muskuläre Dysbalancen
  • Frakturen
  • Rupturen
  • Hüftprothesen
  • Knieprothesen
  • Bandplastiken
  • Arthrose
  • Querschnittslähmung / spinal Lösungen

Neurologie

  • Amyothrophische Lateralsklerose (ALS)
  • Querschnittslähmung u.ä.
  • Morbus Parkinson
  • Schlaganfall
  • SHT / Paresen
  • Morbus Sudeck
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Neuropathien
  • Restless Legs Syndrom (RLS)

Pädiatrie

  • Hyperaktivität (ADHS)
  • Emotionale / Kognitive Defizite
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Autismus
  • SHT / Paresen
  • Sensorisches Training

Sonstiges

  • Ataxie (Gleichgewichtsstörungen)
  • Harninkontinenz
  • Depression
  • Rückenschmerzen / Chronische Schmerzen
  • Neuropathie / Diabetes
  • Allgemeine Sturzprävention
  • Allgemeine Gleichgewichts- und Koordinationsbeschwerden

"Alters- und krankheitsbedingte sensorische Verluste können durch Stochastische Resonanz-Therapie (SRT) rückgängig gemacht werden."
Harvard Medical School, Boston University